ÜBER UNS

Queer Ear ist eine in Berlin ansässige Sound-Praxis von Tara Transitory und Baly Nguyễn. Wir arbeiten an der Schnittstelle von Sound Direction, Mixing, Mastering und räumlichem Klang für Musik, Performance, Installation und Film.

Queer Ear entstand aus der Notwendigkeit, einen aufmerksameren und sichereren Arbeitsraum für FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) sowie queere Künstlerinnen zu schaffen – bei gleichzeitiger Offenheit für alle. Wir verstehen Klang nicht als rein technische Dienstleistung, sondern als dramaturgische und kontextuelle Praxis. Statt uns an Genres zu orientieren, begleiten wir Künstlerinnen dabei, komplexe klangliche Vorstellungen mit Klarheit, Sorgfalt und Präzision zu materialisieren.

Seit 2007 arbeiten wir in unterschiedlichen Kontexten mit Klang – für Veröffentlichungen, Performances, Installationen und Film – und haben Queer Ear 2019 für die öffentliche Zusammenarbeit geöffnet. Unsere Praxis gliedert sich in drei eng miteinander verbundene Arbeitsfelder:

Sound Direction & Mixing
Wir arbeiten mit Künstlerinnen, Performerinnen und Filmschaffenden an Mixing als dramaturgischem Prozess. Dabei geht es um Balance, Perspektive und narrative Struktur, stets im Dialog mit dem jeweiligen Präsentationskontext – sei es für eine Veröffentlichung, eine Performance oder eine Ausstellung.

Mastering & Finalisierung
Wir bieten Mastering und finale Klangbearbeitung für Vinyl, digitale Releases, Screenings und Installationen an. Dabei berücksichtigen wir Format, Medium und Wiedergabesituation. Mastering verstehen wir als letzten Schritt des bewussten Hörens und Entscheidens – nicht als standardisierten, automatisierten Prozess.

Soundinstallationen & räumliche Arbeiten
Wir konzipieren und realisieren Soundinstallationen und räumliche Klangarbeiten, einschließlich Mehrkanal-Komposition, Sounddesign und Systementwicklung für Ausstellungen, Performances und ortsspezifische Situationen. Dies umfasst häufig auch konzeptionelle Entwicklung, technische Beratung und eine enge Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Kuratorinnen.

Unsere Arbeit umfasst Projekte mit unabhängigen Künstler*innen, Labels und kulturellen Institutionen, darunter A24, die Berliner Festspiele und RVNG Intl., ebenso wie zahlreiche interdisziplinäre und experimentelle Kontexte.

Tara Transitory absolvierte 2001 eine Ausbildung in Film, Sound und Video und arbeitete bis 2007 im Bereich Sounddesign und Audio-Postproduktion für Fernsehen und Film in Singapur. Anschließend studierte sie Media Design am Piet Zwart Institute in Rotterdam. Parallel zu ihrer Studioarbeit verfolgt sie seit vielen Jahren eine eigenständige künstlerische Praxis in den Bereichen Klang, Performance und zeitgenössische Kunst. Ihre Arbeiten wurden international unter anderem im Guggenheim Museum Bilbao, beim CTM Festival (Berlin), beim donaufestival (Krems), in der Gaîté Lyrique (Paris), beim Tokyo Performing Arts Meeting (Yokohama), im MoCA Taipei und bei den Wiener Festwochen präsentiert. 2020 war sie DAAD-Künstlerin in Residenz in Berlin.

Baly Nguyễn studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen mit dem Schwerpunkt Sound und Komposition für Bühne und Performance. Seit 2010 arbeitet sie an der Schnittstelle von Klang, Theater und Tanz als Komponistin, Sounddesignerin und dramaturgische Beraterin. Parallel dazu entwickelt sie eigene künstlerische Arbeiten, die Performance und experimentelle Musik aus postkolonialen und kritischen Perspektiven heraus denken.

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören und mehr über Ihre Arbeit zu erfahren.